Bund sichert vollen Beitrag an Hochwasserschutz Buoholzbach zu

17. März 2025

Derzeit wird das Hochwasserschutzprojekt Buoholzbach realisiert. Dadurch kann das Schadenpotenzial bei einem 300-jährigen Hochwasserereignis deutlich reduziert werden. Bisher verlaufen die Bauarbeiten plangemäss. Gute Nachrichten gibt es auch aus finanzieller Sicht. Der Bund gewährt den maximal möglichen Beitrag an die anrechenbaren Projektkosten.

Nach langer und intensiver Vorbereitungszeit sind im November 2024 die Bauarbeiten für das umfassende Hochwasserschutzprojekt beim Buoholzbach aufgenommen worden. Dies, nachdem das zuständige Bundesamt für Umwelt das Gesuch des Kantons um einen vorzeitigen Baustart gutgeheissen hatte. Dadurch konnte die erforderliche Waldrodung noch vor Jahresende ausgeführt werden.

Der Buoholzbach, der auf der Grenze zwischen Wolfenschiessen und Oberdorf verläuft, hatte beim Unwetter 2005 grosse Schäden angerichtet. Von ihm geht bei einem Starkereignis auch die Gefahr eines überfluteten Talbodens von Dallenwil bis nach Stansstad aus. Die Baukosten für das wichtige Schutzprojekt sind auf 46 Millionen Franken veranschlagt. Das Vorhaben umfasst Leitdämme zwischen dem Geisssteg und der Buoholzbachbrücke, einen Geschieberückhalteraum mit Fassungsvermögen von 210'000 – 240'000 Kubikmetern, das Abschlussbauwerk sowie den neuen Unterlauf bis zur Einmündung in die Engelbergeraa. Der Geschiebesammler wird mit seinem Fassungsvermögen, das rund 100 mit Wasser gefüllten olympischen Schwimmbecken entspricht, zu den grössten seiner Art in der Schweiz zählen.

Inzwischen hat der Bund mitgeteilt, dass er den maximal möglichen Beitrag von 65 Prozent an die anrechenbaren Kosten gewährt. Die anrechenbaren Kosten machen beinahe die Gesamtkostensumme aus (98%). «Das sind natürlich gute Nachrichten und unterstreicht, dass die Beteiligten bei der Planung alle Aspekte berücksichtigt und eine mehrheitsfähige Lösung gefunden haben, die sämtliche Voraussetzungen an ein solches Schutzbauwerk erfüllt. Die Umsetzung kann weiter vorangetrieben werden», freut sich Landwirtschafts- und Umweltdirektor Joe Christen.

Die vom Bund zugesicherten 65 Prozent setzen sich zusammen aus einem Grundbetrag von 35 Prozent, einem Betrag für Mehrleistungen von 10 Prozent sowie 20 Prozent für die im schweizerischen Vergleich überdurchschnittliche finanzielle Belastung zusammen, die durch das Schutzprojekt entsteht. Beim Betrag für die Mehrleistungen bewertet der Bund positiv, dass der Kanton Nidwalden das Projekt mit einer partizipativen Planung vorbereitete und im Rahmen des integralen Risikomanagements zur Naturgefahrenabwehr nicht nur technisch-bauliche, sondern auch planerische und organisatorische Massnahmen umsetzt. Die restlichen 35 Prozent und die Kosten, die nicht beitragsberechtigt sind, werden zur Hälfte vom Kanton und den beiden Standortgemeinden Oberdorf und Wolfenschiessen getragen.

Aktuell werden vor Ort mit dem Bürersteg und der neuen Buoholzbachbrücke die ersten Bauten erstellt. Im April starten die Arbeiten an den eigentlichen Hochwasserschutzbauten im Gebiet Hofwald. Anfang 2026 werden die Entlastungsbauwerke, das Abschlussbauwerk und der neue Bachlauf in Angriff genommen. Voraussichtlich Ende 2027 wird das Bauwerk seine volle Schutzwirkung entfalten. Anschliessend werden bis im Herbst 2028 die Umgebungsarbeiten, Bepflanzungen und die Instandstellungsarbeiten an den Schutzbauten am Oberlauf des Buoholzbachs abgeschlossen.

Weitere Infos und Webcam von der Baustelle unter www.buoholzbach.ch
Bild Bau Buoholzbachbrücke
Im oberen Bereich des Projektperimeters wird die neue Buoholzbachbrücke gebaut.

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