Verkehrsbelastung im Engelbergertal geht leicht zurück

22. Mai 2024

Im Engelbergertal treten an schönen Wochenenden im Winterhalbjahr zeitweise Engpässe auf dem Strassennetz auf. Im Winter 2023/2024 nahm die Verkehrsbelastung leicht ab, während die Gästezahlen in der Hotellerie und bei den Bergbahnen zulegten. Die Kantone Obwalden und Nidwalden nehmen die Entwicklung positiv zur Kenntnis und setzen die Arbeiten an der Verkehrsentlastung im Engelbergertal fort.

Die Kantone Obwalden und Nidwalden sowie die Gemeinden Engelberg, Dallenwil, Wolfenschiessen und Oberdorf wollen die Erschliessung der Destination Engelberg nachhaltiger gestalten und dazu beitragen, dass es an Spitzentagen zu weniger Stausituationen im Engelbergertal kommt. Die dafür eingesetzte Projektorganisation unter der Leitung des Kantons Obwalden hat sieben prioritäre Massnahmen definiert. Sie umfassen unter anderem das Parkieren in Engelberg, das Angebot des öffentlichen Verkehrs, die Auslastung der Entlastungszüge der Zentralbahn und die gezielte Information der Gäste zur An- und Abreise. Für die Umsetzung arbeiten die Kantone und die mehrheitlich im Lead stehende Gemeinde Engelberg eng mit Partnern aus der Mobilitäts- und der Tourismusbranche zusammen.

Umfassendes Monitoring zeigt die Entwicklung im Detail auf
Seit dem Winter 2022/2023 wird mittels eines Monitorings gemessen, ob die eingeführten Massnahmen die gewünschte Wirkung erzielen. Erhoben werden jeweils von September bis März die Verkehrszahlen, die Gästefrequenzen bei der Zentralbahn und den Bergbahnen sowie die Logiernächte in Engelberg.

Die Messungen im Winter 2023/2024 zeigen, dass von Dezember bis Februar an sechs Tagen die Schwellenwerte (Reisezeit und/oder Anzahl Fahrzeuge) überschritten wurden. Die Passagierzahlen auf der Schiene blieben im Messzeitraum konstant; auf den Entlastungszügen der Zentralbahn, dem sogenannten Ski-Express, konnte die Nachfrage gesteigert werden. Gleichzeitig nahmen die Gästefrequenzen in den Hotels und bei den Bergbahnen zu. Die Zahlen zeigen im Vergleich zum Vorjahr, dass trotz der erfreulichen Entwicklung im Tourismus die Verkehrsbelastung im Engelbergertal abgenommen hat. «Wir sind auf dem richtigen Weg, es braucht aber weitere Anstrengungen, um die Häufigkeit von Verkehrsbelastungen weiter zu senken, die nicht im Zusammenhang mit einem Unfallereignis oder Baustellen stehen», hält die Nidwaldner Baudirektorin Therese Rotzer-Mathyer fest.

Umsetzung der Massnahmen läuft
Zu den bereits umgesetzten Massnahmen gehören die Vermarktung von Snow+Rail Ticketangeboten durch die Bergbahnen Engelberg Titlis und Marketingmassnahmen der Zentralbahn zur Verlagerung der Fahrgäste auf die Entlastungszüge in Spitzenzeiten. Die Gemeinde Engelberg arbeitet zudem an einer Aktualisierung des kommunalen Parkgebührenreglements mit dem Ziel, einheitliche Tarife einzuführen.

Halbstundentakt nach Engelberg als nächster Meilenstein
Eine grosse Chance für die zukünftige Stärkung des öffentlichen Verkehrs auf der Verbindung von Luzern nach Engelberg bietet die geplante Einführung des Halbstundentaktes im Dezember 2026. Ab diesem Zeitpunkt werden auf der Schiene deutlich höhere Kapazitäten zur Verfügung stehen und damit die Angebotsqualität im öffentlichen Verkehr weiter steigen.

Ein Zug der Zentralbahn fährt in Engelberg ein.
Ein Zug der Zentralbahn fährt in Engelberg ein.

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