«Mobilität und wir» im Nidwaldner Museum
Am Freitag, 28. März 2025, wurde die neue Ausstellung «Meilensteine. Mobilität und wir» im Nidwaldner Museum Salzmagazin in Stans eröffnet. Sie widmet sich einem hochaktuellen, brisanten Thema – der Mobilität.
Nidwalden weist eine einzigartige Verkehrsgeschichte auf. Jahrhundertelang war das Land «zwischä See und hechä Bärgä» nur schwer zugänglich – bis 1860, als die erste Achereggbrücke gebaut wurde. Damals, wie auch hundert Jahre später mit dem Bau der Autobahn und dem Anschluss ans Schienennetz der SBB, fand eine regelrechte Verkehrsexplosion statt. Seither hat sich der einst abgeschiedene Agrarkanton zu einem Teil der Agglomeration Luzern und zu einem gefragten Wohn- und Arbeitskanton entwickelt. Er ist aber gleichzeitig auch Durchfahrtskorridor für den Nord-Süd-Verkehr in Europa – mit allen Vor- und Nachteilen der modernen Mobilität.
Grund genug für das Nidwaldner Museum, den Bogen zu spannen zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Die neue Ausstellung «Meilensteine. Mobilität und wir» im Salzmagazin beleuchtet die entscheidenden Schritte in der Öffnung des Kantons. Gleichzeitig fragt sie, wie sich diese Öffnung auf das Leben und die Menschen in Nidwalden ausgewirkt hat und noch heute auswirkt.
Nidwaldens Verkehrswege im Salzmagazin
Für die Ausstellung wurde das Salzmagazin in den Kanton Nidwalden verwandelt. Dies beginnt bereits im Erdgeschoss, von wo der Aufstieg über den Renggpass in das Obergeschoss führt. Dort öffnet sich der Raum von der alten Acheregg-Drehbrücke über die nachgebildete Autobahn bis zum Seelisbergtunnel, der aus einem begehbaren Reifenstapel besteht.
Weiter führt die Ausstellung über die Steilrampe der Zentralbahn in das Dachgeschoss, wo die Bahngeschichte aufgezeigt wird. Höhepunkt ist die grossflächige LSE-Modellbahnanlage, die vom Verein Engelbergbahn betrieben wird.
Reflektive und spielerische Elemente
Diese anschauliche Art der Informationsvermittlung wird an sechs Themenstationen vertieft, die sich aktuellen Fragen widmen: In welchem Verhältnis stehen Mobilität und Fortschritt? Wie sehr hängen unser Wohlstand und unser Freizeitverhalten von der Mobilität ab? Wie steht es um die Sicherheit? Weshalb wird Mobilität häufig mit Freiheit gleichgesetzt? Und natürlich: Wie sieht die Mobilität der Zukunft aus?
Dazu werden die Besucherinnen und Besucher eingeladen, ihre eigenen Gedanken zu formulieren und über das eigene Mobilitätsverhalten zu reflektieren. «Jetzt mal ehrlich!», fordert die Ausstellung an jeder Station heraus. Denkanstösse vermitteln auch ein Mobilitätsexperte, eine Klimaaktivistin, eine Politikerin und ein Linienpilot.
Hinzu kommen zahlreiche spielerische Elemente, beispielsweise ein Papierfliegerwettbewerb (mit Preisen), ein Bremsreaktionsspiel, ein knatterndes Nidwaldner «Teffli» oder eben die fast komplette Modellanlage der Luzern-Stans-Engelberg-Bahn.
Die Ausstellung im Nidwaldner Museum Salzmagazin in Stans dauert bis am 2. November 2025. Weitere Informationen: www.nidwaldner-museum.ch
Kuration: Stefan Ragaz; Gestaltung: Beat Stalder
VeranstaltungenSonntag, 27. April, 14 Uhr** Mittwoch, 14. Mai, 18.30 Uhr** Sonntag, 18. Mai, 11.30 Uhr* Mittwoch, 2. Juli, 14 Uhr** Mittwoch, 10. September, 18.30 Uhr** * freier Eintritt |
Zugehörige Objekte
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Medienmitteilung «Meilensteine. Mobilität und wir» (PDF, 304.42 kB) | Download | 0 | Medienmitteilung «Meilensteine. Mobilität und wir» |
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